Der Pelikan – Ein Bild der Hingabe, vom Wappen bis zum Altar
Im unteren Feld des Wappens thront ein weißer Pelikan mit ausgebreiteten Flügeln, der seine drei Jungen im Nest nährt – nicht mit gewöhnlichem Futter, sondern aus sich selbst heraus. Dieses Motiv ist tief verwurzelt in der christlichen Symbolik: Der „Pelikan in seiner Pietät“ steht seit dem Mittelalter für selbstlose Liebe, Opferbereitschaft und die Kraft der Fürsorge.
Der Legende nach öffnet der Pelikan seine eigene Brust, um seine Jungen mit seinem Blut zu nähren – ein starkes Bild für Hingabe und Leben spendende Liebe. In der christlichen Tradition wurde dieses Motiv zum Sinnbild für Christus selbst, der sich für die Menschen hingibt.
Diese Symbolik findet sich nicht nur im Wappen, sondern auch ganz konkret in der Kirche von Hohenkirchen wieder: Am Altar ist das Pelikanmotiv dargestellt – als stiller Wächter über die Gemeinde, als Erinnerung an die Werte, die hier gelebt werden. So spannt sich ein Bogen vom sakralen Raum bis zum kommunalen Zeichen, vom Innersten der Kirche bis zur Außendarstellung der Gemeinde.
Der Pelikan im Wappen ist damit nicht nur ein dekoratives Element – er ist das Herzstück einer Erzählung über Fürsorge, Glauben und Zusammenhalt.


Der Anker mit Tau – Verbundenheit zur Küste
Im oberen linken Feld leuchtet ein roter Anker mit Tau auf goldenem Grund. Er steht für die enge Verbindung zur Ostsee, zur Küstenfischerei und zur Wohlenberger Wiek. Der Anker ist nicht nur ein maritimes Symbol, sondern auch ein Zeichen der Hoffnung und der Beständigkeit – Werte, die die Menschen hier seit Jahrhunderten tragen.
Die roten Kugeln - eine für jeden Ortsteil
Jede der roten Kugeln auf goldenem Hintergrund steht für einen Ortsteil. Die Kugeln sind in Anlehnung an das Familienwappen der Gutsfamilie Bülow aufgegriffen, die das Symbol in ihrem Familienwappen trugen und tragen und eine wichtige Rolle in der Geschichte der Gemeinde und der Region spielten.