Manderow – ein Ortsteil mit einer langen und faszinierenden Geschichte, die bis ins Jahr 1222 zurückreicht. In einer Urkunde aus dieser Zeit wird der Ort erstmals erwähnt. Im Jahr 1228 wurde Manderow vom Bischof zu Ratzeburg zu seiner Sommerresidenz gewählt, was dem kleinen Dorf früh eine besondere Bedeutung verlieh.
Ein prägender Wendepunkt in der Ortsgeschichte war das Jahr 1945, als die Gutsfamilie Martienssen enteignet wurde und ihren gesamten Besitz verlor. Nach dem Krieg bot das Gutshaus vielen Flüchtlingen aus den Ostgebieten, insbesondere aus dem Raum Stettin, eine vorübergehende Unterkunft. Während der DDR-Zeit wurde es zu einem Mehrfamilienhaus umgebaut und diente der Dorfgemeinschaft als wichtiger Anlaufpunkt: Es beherbergte einen kleinen Dorfkonsum, eine Gaststätte und sogar einen Kulturraum mit Bühne, der auch als Klassenzimmer diente.
1925 war auf den Fundamenten des ehemaligen Schlosses ein neobarockes Herrenhaus errichtet worden, das bis heute ein beeindruckendes Bauwerk bleibt. Heute lädt das Gutshaus gemeinsam mit umliegenden Ferienwohnungen und -häusern dazu ein, in ruhiger Idylle Urlaub zu machen.
Manderow ist ein idealer Ausgangspunkt für Fahrrad- und Wandertouren. Besonders der Fierdsberg ist ein beliebtes Ziel – ein Ort, von dem aus Kaiser Wilhelm einst ein Kaisermanöver in der Wismarbucht beobachtet haben soll. Der Fierdsberg bietet eine der besten Aussichten über die gesamte Wismarbucht. Bei guter Sicht reicht der Blick bis in die Lübecker Bucht und auf den Fehmarnbelt.