Hohenkirchen – der zentrale und namensgebende Ortsteil der Gemeinde – vereint historische Tiefe mit einem lebendigen Gemeinschaftsgeist. Ursprünglich trug das Dorf den slawischen Namen Maliante, was „Beere“ bedeutet, und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Heute ist es besonders durch seine weithin sichtbare Dorfkirche geprägt, welche das stolze Wahrzeichen des Ortsteils ist und mit ihrem imposanten Erscheinungsbild die Silhouette der Umgebung prägt. Bereits aus der Ferne ist der Backsteinbau gut sichtbar und dient als Orientierungspunkt für Besucher und Einheimische gleichermaßen. Früher diente sie als markantes Seezeichen der Wismarbucht. Die Kirche zählt zu den bedeutenden Baudenkmälern der Region und vereint historische Architektur mit einer bewegten Vergangenheit. Sie wurde im 13. Jahrhundert an jener Stelle erbaut, an welchem der älteste Kapellenstandort Mecklenburgs verzeichnet ist, und ist ein eindrucksvolles Beispiel der norddeutschen Backsteingotik. Mit ihrem wehrhaften Turm und der kunstvollen Gestaltung ihrer Innenräume erzählt sie von einer Zeit, in der das Leben von Glaube und Gemeinschaft geprägt war.

 

Heute lädt die Dorfkirche nicht nur zu Gottesdiensten ein, sondern auch zu einem stillen Moment des Innehaltens. Für Interessierte bietet sie eine faszinierende Möglichkeit, die Geschichte der Region zu erkunden und die handwerkliche Meisterleistung vergangener Jahrhunderte zu bewundern.

Ganz in der Nähe der Kirche befindet sich der Mühlenberg, benannt nach einer alten Mühle – einem sogenannten „Erdholländer“ –, die dort bis etwa 1940 stand. Heute ist der Mühlenberg ein beliebter Ausflugsort und Rastplatz für Spaziergänger und Radfahrer. Von hier aus genießt man einen atemberaubenden Blick über die Hohen Wieschendorfer-Huk, die Wohlenberger Wiek und die Eggers Wiek bis hin zur Insel Poel – ein Panorama, das jeden Besuch unvergesslich macht.

 

Rund um die Kirche entfaltet sich ein vielfältiges Angebot für die Dorfgemeinschaft. Dazu zählt der örtliche Kindergarten sowie der Mehrgenerationengarten, der als Symbol für den Zusammenhalt zwischen Jung und Alt steht. Eine besonders schöne Tradition ist das Pflanzen eines Bäumchens für jeden Neugeborenen-Jahrgang in der Gemeinde – ein lebendiges Zeichen für Neubeginn und Hoffnung.

In der Vergangenheit war Hohenkirchen geprägt durch Großbauern und zahlreiche Dienstleister, darunter Müller, Bäcker, Schmiede, Tischler, Gärtnereien und viele mehr. 

 

Hohenkirchen verbindet seine historischen Wurzeln und Traditionen harmonisch mit den Bedürfnissen der heutigen Dorfgemeinschaft.